Wie das PCV-System funktioniert

In Benzinmotoren dringen kleine Mengen der Verbrennungsgase durch die Kolbenringe in das Kurbelgehäuse ein.
Diese Blowby-Gase enthälten unerwünschte umweltschädliche Kohlenwasserstoffe. Um zu verhindern, dass diese Dämpfe in die Atmosphäre entweichen und gleichzeitig eine gute Entlüftung des Kurbelgehäuses zu ermöglichen, wird das PCV-System (positive crankcase ventilation) zur geschlossenen Kurbelgehäuseentlüftung eingesetzt.

Wie das "geschlossene" PCS-System funktioniert

Das kalifornische Gesetz verlangte, dass neue benzinbetriebene Autos, die in diesem Staat verkauft werden, beginnend ab dem Baujahr 1964 mit einem "geschlossenen" PCV-System ausgestattet werden. Dies wurde zu einer bundesweiten Bestimmung für benzinbetriebene Autos ab Baujahr 1968 und späterer Baujahre. Zusätzlich verlangt das kalifornische Gesetzt, dass benzinbetriebene Autos der Baujahre 1955 bis 1960 bei der Übertragung von einer Person auf eine andere entsprechend umgerüstet werden müssen.

Das geschlossene PCV-System ähnelt dem offenen System im Funktionsprinzip mit der Ausnahme, dass frische Luft bei dem geschlossenen System von der Frischluftseite des Luftfilters oder eines separaten PCV-Entlüfterfilters auf der Innenperipherie des Luftfilters oder in der Leitung von der Ventilstößelabdeckung zum Luftfilter eintritt.

Das geschlossene System ist bei der Vermeidung der Luftverschmutzung effektiver als das offene System, weil es vollständig umschlossen ist. Wenn sich im Kurbelgehäuse an einem Motor mit dem geschlossenen System Druck aufbaut, wie beispielsweise bei verstopften PCV-Ventilschläuchen oder Armaturen, werden die Blowby-Gase in den Luftfilter gezwängt. Dies geschieht, weil alle anderen Auslässe versiegelt sind. Wenn diese Dämpfe durch den Luftfilter strömen, werden sie mit Frischluft vermischt und über den Vergaser und das Ansaugrohr zur Verbrennung zurück in die Verbrennungskammer geleitet.





Konstruktionsmerkmale von PCV-Ventilen

Alle PCV-Ventile werden nach strengen Spezifikationen ausgelegt. Zum Beispiel erfüllen einsatzgehärtete Dosierflächen von PCV-Ventilen Toleranzen von 1/7 eines Tausendstel Zolls (0,0005"). Das ist ein Sechstel der Dicke eines menschlichen Haars.

Außerdem wird jedes PCV-Ventil während der Produktion geprüft um sicherzustellen, dass es die Luftdurchflussanforderungen erfüllt. Dies ist notwendig, weil der Luftstrom des PCV-Ventils nicht durch den Vergaser geleitet wird, sondern als kalibrierte Entlüftung in das Ansaugrohr strömt.

Die Wärmebehandlung aller Dosierflächen und des Stößels der PCV-Ventile reduzieren den Oberflächenverschleiß. Deshalb behält jedes PCV-Ventil seine engen Toleranzen während seiner Lebensdauer.

Die meisten PCV-Ventilbaugruppen bestehen aus Schraubenfeder, Stößel, einer Steckerbaugruppe und einer Gehäusebaugruppe, die zusammengecrimpt sind. Die Ventilabmessungen, Feder- und Innenmaße sind speziell darauf ausgelegt, die gewünschten Luftstromanforderungen zu erzeugen, die in einer Durchflusskurve dargestellt sind.

 
 


 

 

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